Nachtabsenkung ist nicht automatisch “gut”. Sie kann sinnvoll sein, wenn sie mild ist und das Klima insgesamt stabil bleibt. Problematisch wird sie, wenn die Pflanze dadurch regelmäßig unter ihren Wohlfühlbereich rutscht – dann sinkt die Wurzelaktivität, Wasseraufnahme wird ungleichmäßig, und du siehst Symptome, die wie Nährstoffmangel aussehen. Gerade bei Stecklingen, frisch umgetopften Pflanzen oder in sehr feuchten Setups ist eine starke Nachtabsenkung riskant, weil Kondensation steigt: warme, feuchte Luft trifft auf kalte Flächen – Wasser fällt aus. Besser ist eine sanfte Differenz, kombiniert mit stabiler Luftbewegung und kontrollierter Abluft. Wenn du merkst, dass morgens Kondenswasser oder “müde” Pflanzen auftreten, ist das ein Signal, die Nachtabsenkung zu reduzieren oder über einen langsameren Übergang (z. B. gedimmtes Licht vor dem Aus) nachzudenken.
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